Sonntag, 26. Oktober 2014

Die europäische Schuldenunion

Das Thema europäische Schuldenunion im Zusammenhang mit der hohen Staatsverschuldung ist aktueller den je. Die EU und EZB haben seit 2008 alles getan, um den Euro und die Euro-Länder zu "retten". Es gibt diverse Rettungsschirme und Mechanismen, um Stabilität in die EU und den Euro zu bekommen.

Die EU und die EZB sind bereits jetzt "All-In". Es wird also alles riskiert, um die Gegenspieler zum aussteigen zu bewegen. Das Problem ist, dass der größte Gegenspieler der Markt ist. Und langfristig gewinnt der Markt immer. Die Alternative ist eine Staatsstruktur wie in Nordkorea, dann verschwindet auch der Markt. 

Aktuell sind die Zinsen -sowohl für Privatanleger, Banken, als auch für Staaten im Euroraum- so niedrig wie nie zuvor. Eine 10-Jährige deutsche Staatsanleihe bringt aktuell 0,8% Zinsen. In Griechenland sind es 7,4%, in Spanien 2,2% und in Italien 2,5%. Besonders die niedrigen Zinsen in den Südländern sind nur möglich, da die EZB versprochen hat -im Notfall- in unbegrenztem Maße Staatsanleihen aufzukaufen, um damit den Zins niedrig zu halten und die Käufer "zu beruhigen". 

Die EZB hat Staatsanleihen von EU-Südstaaten aufgekauft, was gesetzlich verboten ist. Unmittelbare Staatsfinanzierung ist laut Gesetz nicht die Aufgabe der EZB. Die Antwort der EZB? Sie kaufe die Anleihen ja nur von Banken, nicht von Staaten, also sei es nicht unmittelbar......  Was soll man dazu noch sagen?!

Doch vergessen wir nicht die Ursache der "Schuldenkrise". Es war die Rettung der Banken. Und das auf Kosten der Staaten. Bisher haben die Staaten für die Banken bezahlt. Jetzt, wo die Staaten klamm sind, wer wird da wohl für die Staaten zahlen? Richtig, der Steuerzahler. Aber diesmal spürbar, das steht fest. 

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder eine Schuldenunion, bei der die reichen Länder, ähnlich dem Länderfinanzausgleich in Deutschland, für die ärmeren zahlen oder die Auflösung des Euro in der heutigen Form. Die unwissenden europäischen Staatslenker lassen sich dabei gern von Mario Draghi leiten.

Wer jetzt denkt: "Ja, Ja, das betrifft mich alles nicht und die machen das schon.", dem kann ich nur sagen: "Wir sprechen nochmal zu diesem Thema. Vielleicht in einem Jahr, oder erst in fünf Jahren, aber es wird definitiv zu harten Einschnitten kommen. So oder so.".

Nun möchte ich das Wort ein paar anderen Übergeben.

Was ist der ESM genau?

Einfluss von Goldman Sachs auf die Politik (mit Humor aber inhaltlich korrekt)

Gregor Gysi erklärt dem Bundestag 2012 was ESM bedeutet, leider hört niemand zu.


Hoffen wir das Beste für die EU und Europa. 

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